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Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Brackenheim am 16. Dezember 2018

Flyer Weihnachtskonzert Brackenheim


Jubiläumskonzert 30 Jahre Madrigalchor Vollmer am 21./22. Oktober 2017

Rundschau Mittleres Zabergäu
Rundschau Mittleres Zabergäu

Weihnachtskonzert in der Dreifaltigkeitskirche Güglingen  am 18. Dezember 2016

Mozarts Strahlkraft reicht bis ins 21. Jahrhundert
Der Madrigalchor Vollmer überzeugte in Güglingen mit einem klangvollen Mozart-Abendprogramm

 

 Foto: Kerstin Besemer 

Einen krönenden Abschluss der Adventszeit bescherte der Madrigalchor Vollmer seinem Publikum am Sonntagabend in der voll besetzten katholischen Dreifaltigkeitskirche in Güglingen. Zusammen mit dem Orchester Camerata Juvenalis, Orgel und Vokalsolisten präsentierten die Sängerinnen und Sänger ein anspruchsvolles Programm aus Chorwerken und Instrumentalklang.

 

Das mittlerweile etablierte alljährliche Konzert zur Weihnachtszeit ließ auch in diesem Jahr keine Wünsche offen. Im Zentrum des Abends stand Wolfgang Amadeus Mozart – als Mensch wie als Komponist.  Vikar Steffen Vogt wies in seinem kurzen Impuls darauf hin, dass Mozart trotz aller Gottesfurcht, die aus dem regen Briefwechsel etwa mit seinem Vater, hervorgeht, ein zutiefst fröhlicher, dem Leben zugewandter Zeitgenosse gewesen sei. Geistliches von Weltlichem bei Mozart streng zu trennen, sei kaum möglich. So ist das wichtigste Werk dieses Abends zwar textlich eine echte Weihnachtsmesse, strahlt jedoch in weiten Teilen eine enorme Fröhlichkeit aus. 

 

„Mozarts Missa Solemnis von 1780 ist dieWeihnachtsmesse schlechthin“, erzählte Dirigent Carl Burger, da sie die zentrale Botschaft des Festes im Text trage: „… gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn.“ Begleitet vom Orchester entfaltete die Missa solemnis eine faszinierende Dynamik. Die drei Solisten Lilia Urbach (Sopran), Franziska Pflüger (Alt) und Götz Thumm (Tenor) setzten vokale Glanzpunkte und stützten den Chor. Mit Mozarts Linzer Sinfonie fiel die Wahl auf ein weiteres Werk, das als rein instrumentaler Kontrapunkt hervorragend ins Programm passte. Er verfasste sie im November 1783 in Linz und benötigte vom ersten Notenstrich bis zur Uraufführung nur sechs Tage, inklusive Druck und Proben. Präzise, sauber und souverän präsentierten die Musiker der Camerata Juvenalis die vier Sätze. 

 

 A-capella-Gesang ist nicht ohne Grund die Königsdisziplin im Chorgesang. Es ist eine Kunst, ohne jegliche musikalische Unterstützung von der ersten bis zur letzten Note einen harmonischen Klangkörper zu bilden. Der Madrigalchor Vollmer beweist seinen Zuhörern bei nahezu jedem Konzert, dass er diese Fähigkeit besitzt. Auch in Güglingen überzeugten die Sängerinnen und Sänger darin erneut im „Mache dich auf“ von Konrad Kocher und im deutschen Magnificat „Mein Herz erhebet Gott“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Umso machtvoller wirkte schließlich - nach diesem a-capella-Part - das furiose „Joy to the World“ von Georg-Friedrich Händel, das von Thomas Habermaier an der Orgel begleitet wurde.  

 

Den Abschluss eines gelungenen Konzertabends bildete das Weihnachtslied „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“, das zunächst in zwei Strophen vom Chor als mehrstimmiger Satz intoniert wurde. Später, in der dritten und vierten Strophe, war die Gemeinde eingeladen, mitzusingen. Ein begeisterter Carl Burger konstatierte anschließend: „Das klang richtig schön. Sie sind alle herzlich willkommen zu den Proben des Madrigalchors!“

Haydn - Die Schöpfung  - 14. und 15. November 2015

Schöpfung 2015
Schöpfung 2015

Unendliche Leere. Das Nichts. Wie mag Chormeister Carl Burger dieses tiefe Schwarz füllen?

Eine spannende Frage, die sich viele Besucher zweier Konzerte am Samstag und Sonntag im Brackenheimer Bürgerzentrum stellten. Vor ihnen gähnt die Dunkelheit: Gott steht vor einem Chaos.  Streichinstrumente untermalen bei der Ouvertüre herantastend diese Düsternis, bevor ein Paukenschlag den Beginn göttlicher Schaffenskraft verkündet.

Der Schöpfer hantiert mit allerhand Farben: Bunte Kleckse zerplatzen, zerfließen in geschwungene wohlwollende Formen mit warmen Farben, aber auch in gezacktes grün-giftiges Schwarz - eine Projektion wuchtiger Bilder auf einer zehn Meter breiten Operafolie, verwoben mit ausladenden Tonmaterialien, die bis zum Ende des zweiten Parts einen wesentlichen Teil des Konzertes des Güglinger Madrigalchores einnimmt.

 

Die "Schöpfung" gilt als Krönung Haydns kompositorischer Schaffenskraft. Und dieses Oratorium ist auch der Glanzpunkt dessen, was von Carl Burger, sein Kammerorchester Camerata Juvenalis und der Madrigalchor in den gemeinsamen 14 jahren auf die Bühne gebracht haben. So viele Register hat der Chorleiter und Kantor noch nie gezogen: professioneller Tanz, Gesang und Sinfoniemusik auf sehr hohem Niveau. Am Ende dieser sehenswerten Darbietung gesteht Burger Atem holend: "Dieses mal sind wir an unsere Grenzen gegangen."

 

Doch zurück zum Anfang, wo sich der Herrgott abmüht, in sieben Tagen eine perfekte Welt zu schaffen. Haydns "Schöpfung" hat keine dramatische Handlung . Figuren, die eine Geschichte durch Mimik und Gestik erzählen konnten, gibt es nicht.

Die Erzengel Gabriel, Raphael und Uriel erzählen und Kommentieren, wie der Weltenherrscher Tag für Tag neue Ordnung schafft. Der Madrigalchor hat für diese "Rollen" die Profi-Solisten Rita Varga (Sopran), Nikolaus Fluck (Bass)  und Roger Gehrig (Tenor) verpflichtet. Neben Varga ist auch Gehrig treuen Konzertbesuchern aus früheren Projekten des Chores bekannt. Besonders er brilliert durch exakte Intonation und eine klare Artikulation. Der vierstimmige Chor selbst zeichnet sich in einigen monumentalen Passagen mit seinem kräftigen und dennoch in keiner Stimme überzeichneten Klangvolumen aus. Als himmlische Heerscharen preisen die ganz in weiß gekleidete Sängerinnen und Sänger das Ende eines jeden Schöpfungstages. Auch choreografisch eine Wucht.

 

Dem Orchester gelingt es im ersten Part, die muntere Schöpferlaune durch flinkes, munteres Saiten- und Flötenspiel zu unterstreichen, Blasmusik- und Schlaginstrumente unterstützen etwa dann, wenn schrecklich umherrollende Donner, feurige Blitze und Urgewalten über die Leinwand flimmert. Lisa Burger hat die Idee, die fehlende Handlung in Haydns Werk durch gewaltige Bilder aufzufangen. Allerdings fesseln diese den Blick durch ihre faszinierende Schönheit manchmal so stark, dass sie vom Konzertanten ablenken.  Die 25-jährige hat das Know-how vom Auslandsstudium aus den USA mitgebracht, führt in Brackenheim mit einer einfühlsamen, aber klaren Handschrift Regie.

 

Insekten, die um lockende Blüten tanzen - klangmalerisch schildert das Orchester im zweiten Part das Wunder der entstehenden Natur, des Schöpfers Lust: die Fische, die Vögel, das kriechende Gewürm und schließlich Löwe, Tiger und Hirsch.

Und nun der Mensch: als Krönung der Schöpfung. "Keine andere Form der Kunst stellt Liebe und Anziehung zwischen zwei Menschen so gut dar, wie der Tanz", sagt lisa Burger. Sie verpflichtet zwei Ballett-Profis. Garciela Martinez und Angel Blanco als Eva und Adam anmutig, mal kokett, mal verspielt, mal in sinnlicher Liebe dahinfließend, begleitet von süßem Klang und reiner Harmonie. Auch in diesem dritten Teil sind Schülerinnen von der Tanz AG des Zabergäu-Gymnasiums eingebunden.

 

Sie haben mit den Profis trainiert - eine besondere Erfahrung. Das findet Werner Treuer , Chef des Zabergäu-Sängerbundes, wichtig: "Weil es zeigt, wie jung´, modern und vielseitig Chormusik ist und welches Spektrum sie in der Darbietung hat."

Die Piraten von Penzance  - November 2013

Leidenschaftliche Inszenierung - 

Operette "Piraten von Penzance"

zwei Mal restlos ausverkauft

 

Bild und Text Heilbronner Stimme,

Elke Khattab

Piraten von Penzance 2013

Der Applaus ist überwältigend. Immer wieder öffnet sich der Vorhang. Enthusiastisch werden Darsteller und Musiker bejubelt. Mit stehenden Ovationen bringen die Zuschauer im Brackenheimer Bürgerzentrum ihre Begeisterung für eine grandiose Aufführung zum Ausdruck: Die Operette "Die Piraten von Penzance", die am vergangenen Samstag und Sonntag vom Madrigalchor Vollmer gemeinsam mit Solisten und dem Orchester Camerata Juvenalis präsentiert wurde, ist ein voller Erfolg. Das Regiedebüt von Lisa Burger zeigt eindrucksvoll, dass die junge Studentin der Theaterwissenschaften ihr Handwerk versteht.

 

Es ist einfach paradox: Aus lauter Pflichtgefühl hat Frederic, der durch ein Missverständnis bei den Piraten aufgewachsen ist, jahrelang treu den Seeräubern gedient. Kaum wird er aber im Alter von 21 Jahren aus der Lehre entlassen, will er nun ebenfalls aufgrund seines Pflichtgefühls die ehemalige Bande bekämpfen. Großartig agieren die Darsteller in der irrwitzigen Operette von Gilbert und Sullivan, transportieren die feinsinnig politische Satire über das viktorianische Zeitalter mit rasanten Zungenbrechern, schauspielerischem Talent und markanten Stimmen ins Publikum.

Mit glänzenden Auftritten zieht der Protagonist Frederic (Tenor Roger Gehrig) die Zuschauer ebenso in seinen Bann wie die brillante Sopranistin Rita Vargas, die die verliebte Mabel verkörpert. Auch der Piratenkönig (Philipp Schulz), das Kindermädchen Ruth (Zografia Maria Madesi) und der Generalmajor (Götz Thumm) zeigen als Solisten Höchstleistungen. Respekt gebührt den Chormitgliedern, die als Hauptakteure den größten Part der Operette stemmen und von den wunderbaren Stimmen der Sopranistinnen Lilia Urbach, Patricia Wiggenhauser und Stephanie Heine-Groß unterstützt werden.

 

"Die Operette ist sehr anspruchsvoll und stellt hohe Ansprüche an die Sängerinnen und Sänger", erklärt Carl Burger, Dirigent und verantwortlich für die Gesamtleitung. "Sie müssen schaupielern und auf das Orchester reagieren." Dessen Mitglieder hätten schon wesentlich schwerere Stücke gespielt, doch habe die Herausforderung diesmal im wechselnden Rhythmus gelegen. Aus "missionarischem Eifer" hat Burger die freche Operette auf die Bühne gebracht. "Bis in die 1950er Jahre war das in England bekannte Stück auch hierzulande berühmt. Dann ist es leider in der Versenkung verschwunden", so der Dirigent. Ebenso wie seine Tochter Lisa Burger bevorzuge er das "handwerkliche  Theater", das ohne den Einsatz von Technik auskomme. So ist der jungen Regisseurin mit den Piraten von Penzance eine fulminante Aufführung gelungen, bis ins Detail durchdacht und leidenschaftlich inszeniert.

 

"Die Darsteller waren alle hochmotiviert und haben ihre

schauspielerische Leistung in den vergangenen beiden Tagen noch gesteigert", so Lisa Burger, die sich über die zwei Mal ausverkauften Aufführungen mit je 500 Zuschauern hoch zufrieden zeigt. Auch Werner Treuer, Leiter des Magrigalchors Vollmer und Chef des Zabergäu-Sängerbundes, freut sich: "Es war ein aufwendiges und kostspieliges Unterfangen. Die Begeisterung des Publikums ist der schönste Lohn für unsere Arbeit."

Wir hatten viel Spaß bei den Proben, wie  man in diesem Video sehen kann . . . 

Konzert mit Chor in Takt  2011

Konzert 2011
Konzert 2011

Mozart - Die Zauberflöte - 2010

Über 1500 Besucher bei der "Zauberflöte" im Bürgerzentrum

 

Von Leonore Welzin

Zauberflöte 2010

Brackenheim - Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich", und das süße Täubchen kommt am Ende des Singspiels "Die Zauberflöte" auch angeflattert. Im Dirndl. Und kurz darauf zum Finale im Bürgerzentrum spaziert die ganze Vogelhändlerfamilie mit viel Nachwuchs auf die Bühne. Riesenapplaus und Beifall im Stehen für die Solisten der Stuttgarter Musikhochschule, das 38-köpfige Orchester Camerata Juvenalis, den Madrigalchor Vollmer sowie den musikalischen Leiter beider Klangkörper, den Dirigenten Carl Burger.

Großes Projekt Alle zwei Jahre überrascht der Güglinger Madrigalchor mit einem groß angelegten Projekt. Beginnend mit "Anatevka" (2004), nach der "Nacht in Venedig" (2006) und "Der Rose Pilgerfahrt" (2008) gipfelt die ambitionierte Serie nun in Mozarts Oper "Die Zauberflöte". Ende gut, alles gut? Werner Treuer, Vorsitzender des Madrigalchores ist erleichtert, dass die Produktion so gut ankommt. Noch vor vier Monaten drohte das Projekt zu scheitern: Die Regisseurin Sonja Wassermann zog sich zurück, die Kluft zwischen Profis und Amateuren schien unüberbrückbar.

Umso erstaunlicher wie ihre Nachfolgerin, die Regisseurin (und Koloratursängerin) Angelika Luz in wenigen Wochen mit neuem Personal eine sehenswerte "Zauberflöte" stemmt. . . . 

Weihnachtskonzert 2009

Weihnachtskonzert 2009
Weihnachtskonzert 2009

Der Rose Pilgerfahrt 16.11.2008

Der Rose Pilgerfahrt 20018
Der Rose Pilgerfahrt 2008
Der Rose Pilgerfahrt 2008